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11 normale Dinge in Aschaffenburg, die den Rest Deutschlands verwirren

Jede Stadt hat ihre Eigenarten – auch Aschaffenburg. Manche Dinge sind so normal, dass man sich gar nicht mehr über sie wundert. Nur die Touristen kratzen sich noch fragend am Kopf. Wir haben mal 11 Fakten aufgelistet, die außergewöhnlich und einzigartig an unserer Stadt sind.

In der Schlappeseppel-Gaststätte gibt’s kein Schlappeseppel-Bier

Ein wunder Punkt der Lokalgeschichte. Jahrzehntelang hatte die Schlappeseppel-Brauerei einen Pachtvertrag mit der Schlappeseppel-Gaststätte, doch dann gab es vor einigen Jahren Zoff und der Vertrag wurde nicht verlängert. Nun schenkt man dort Faust-Bier aus, ein lokales Bier aus Miltenberg.

Das hat die Bewohner schwer bis ins Mark erschüttert: Symbolisch wurde der Schlappeseppel auf dem Schlossplatz zu Grabe getragen und eine Trauerfeier abgehalten. (Kein Scherz!)

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Das inoffizielle Wahrzeichen ist ein Arsch

Ja ja, der eigenwillige Humor der Ascheberscher. Der Ascheberscher Arsch ist ein Stein in Form eines Gesäßes, zu finden an der unteren Schlossmauer in der Schlossberggasse. Aber nur, wer davon weiß, sieht ihn auch. Sonst ist er leicht zu übersehen.

Es gab übrigens auch mal eine Arschgeige in der Mauer am unteren Ende der Löhrerstraße. Warum die Arschgeige verschwand, weiß man nicht. Ob die beiden Hintern in Zusammenhang stehen, ist nicht bekannt.

Die beste asiatische Udon-Nudelsuppe gibt es in einem Café mit italienischem Flair

Kennt Ihr den S-Salon? Wenn Ihr noch nicht drin ward, seid Ihr aber bestimmt schon am rot-weißen Café vorbeigelaufen. Denn es befindet sich direkt in der Innenstadt neben der Buchhandlung Diekmann. Dort gibt es neben leckeren Frühstückswaffeln auch italienische Nudeln und die beste vegane Udon-Nudelsuppe der Stadt! Achtung Suppenkoma!

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S-Salon

Zwei Tage im Jahr ist die komplette Innenstadt gesperrt

Baustellen sind ja schon ein Ärgernis, aber eine komplette Innenstadt sperren? Und das gleich an zwei Tagen und jedes Jahr? Wenn diese Ausnahmesituation am letzten Wochenende im August eintritt, ist für jeden Aschaffenburger klar: Es ist Stadtfest!

Was in anderen Städten unvorstellbar ist; für die Ascheberscher ist das vollkommen normal. Wo soll man denn sonst über zehn Bühnen aufbauen, damit die ganzen Lokalbands Platz zum Spielen finden?

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Live-Musik findet unmittelbar neben dem Friedhof und einem Seniorenzentrum statt

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt: Das Jugendkulturzentrum (JUKUZ) hat sein Zuhause direkt neben dem Friedhof. Deswegen wundert sich auch niemand, dass ein Steinmetz und ein Beerdigungsinstitut den Weg zum Lokalkonzert säumen.

Ein ähnliches Highlight: Der Live-Club Colos-Saal befindet sich nur wenige Meter neben einer Seniorenresidenz. Geht man davon aus, dass ältere Menschen in der Regel sowieso schlecht hören?

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Das heimische Schloss wird regelmäßig mit einer Stadt in Südafrika verwechselt

Ein Buchstabe und schon ist alles verdreht: In Aschaffenburg steht das Schloss Johannisburg mit „i“. Südafrikas Metropole nennt sich Johannesburg mit „e“. Zwei Burgen, eine Verwirrung. Die Folge: In ausländischen Reisebroschüren und -Webseiten wurde die Stadt schon mit Bildern von unserem Schloss beworben.

Immer im Stau zu stehen, wenn man die Stadt verlässt

Aschaffenburg befindet sich direkt an der A3. Wäre nur schön, wenn die nicht immer so oft verstopft wäre. Dauerbaustellen in beide Richtungen, ob Offenbacher Kreuz oder Ecke Marktheidenfeld. Die Stauliste ist an manchen Tagen so lang wie die Zutatenliste einer Tütensuppe.

Sich am Blauen Klavier zu treffen

Du bist kein Aschaffenburger, wenn du das Blaue Klavier nicht kennst. Es steht mitten in der Innenstadt, am Rande des Schöntals Nahe dem City Galerie Eingang. Ein guter Ort, um sich zu treffen. Aber wer hat schon ein Klavier in einem Park stehen und dazu noch in Blau? Ursprünglich Teil einer Kunstausstellung ist es heute besonders im Sommer ein beliebter Treffpunkt. Dort fanden auch schon oft Veranstaltungen statt.

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Ständig dem falschen Bundesland zugeordnet werden

Es ist kompliziert. Aschaffenburg ist nicht Hessen, auch wenn wir manchmal ziemlich hessisch klingen. Aber typische Bayern sind wir auch nicht. Wir sitzen also auf unserer kleinen Insel und ziehen unser eigenes Ding durch.

Einen Lokalwein zu haben, den es fast nirgendwo zu kaufen gibt

Das Schlappeseppel-Bier kennt jeder Ortsansässige. Aber unseren Lokalwein? Pompejaner heißt er, benannt nach den Weinstöcken am Steilhang unterhalb des Pompejanums. Überreicht wird der städtische Pompejaner, ein Müller-Thurgau, bei wichtigen Empfängen oder zu Jubilaren. Die Schlossweinstube schenkt eine Riesling-Variante des Weins aus und verkauft auch die eine oder andere Flasche im Bocksbeutel.

Einen Maulaff zu haben

Das Sprichwort „Maulaffen feilhalten“ kennt man, aber ein Maulaff?

Der „Maulaff“ ist eine Spielfigur aus dem Schönbusch. Sie ist einem Spessartbauern nachempfunden und wurde für Wurfspiele benutzt. Der Ball sollte in den geöffneten Mund geworfen werden, der auf der Rückseite wieder herausrollte. Heute ist der Maulaff ein Wahrzeichen der Stadt und nahezu jedes Kind kennt ihn.

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